Biographie

Markus Manfred Jung

Markus Manfred Jung,

geboren am 5. Oktober 1954 in Zell im Wiesental, aufgewachsen in Lörrach, lebt
mit seiner Frau, der Malerin Bettina Bohn, in Hohenegg, Kleines Wiesental.
Studium von Germanistik, Skandinavistik, Philosophie und Sport in Freiburg
im Breisgau und Oslo, Norwegen. Gymnasiallehrer und Schriftsteller. Schreibt
Gedichte, Geschichten, Theaterstücke und Hörspiele in alemannischer Mundart
und Hochdeutsch. Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS), im
Internationalen Dialektinstitut, Österreich (IDI – Präsident seit 2006) und
im Literatur-Forum Südwest, Freiburg. Organisator der Mund-Art Literatur-
Werkstatt Schopfheim (seit 1989). Mitbegründer und Lektor des Drey-Verlag,
Gutach.

Einige Auszeichnungen und Preise, u.a. „Oberrheinischer Rollwagen“, 1989;
Dr. Alfred Gruber-Preis (1. Förderpreis) beim Wettbewerb Lyrikpreis von
Meran, Italien, 1998; Werkstipendium der Kulturdepartements Basel-Stadt und
Basel-Landschaft, Schweiz, 1999; „Gedicht des Monats“ der „Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik“, Leipzig, 1999; 1. Preis beim Landeslyrikwettbewerb,
Kreis Waldshut, 1999; Arbeitsstipendium vom „Förderkreis deutscher
Schriftsteller in Baden-Württemberg“, 2001; Lucian-Blaga-Poesiepreis, Cluj
Napoca/Klausen-burg, Rumänien, 2001; Übersetzungsstipendium „Förderkreis
dt. Schriftsteller in BW“, 2004; “Landespreis für literarisch ambitionierte
Kleinverlage 2006″ für den Drey-Verlag; Jahrespreis der deutschen
Schallplattenkritik 2007 für IKARUS (mit Uli Führe); Hebel-Dank, Lörrach 2009.
Gedichte von ihm sind übersetzt ins Norwegische, Rumänische, Französische,
Italienische und in die romagnolische Mundart.

Veröffentlichungen:

Alemannische Gedichte: rägesuur, Edition Isele, Eggingen 1986; halbwertsziit,
Waldkircher Verlag, Waldkirch 1989; hexenoodle, ebd. 1993; zämme läse, Drey-
Verlag, Gutach 1999; am gääche rank, ebd. 2004; verfranslet diini flügel, ebd.
2008

Gedichte zweisprachig: durch lange Schatten – prin Umbre lungi, deutsch
- rumänisch, V-V Press, Cluj Napoca, Rumänien 2002; Parole come l’erba,
alemannisch – italienisch, Mobydick, Faenza, Italien, 2004

Anthologien: D Hailiecher – Alemannische Anthologie Junge Mundart, Morstadt,
Kehl 1987; weleweg selleweg, Drey-Verlag, Gutach 1996; i mag di mog di mig di
– Alemannische Liebesgedichte, ebd. 2009

Alemannische Glossen, Satiren und Erzählungen: E himmlischi Unterhaltig, Drey-
Verlag, Gutach 1995; verruckt kommod, ebd. 2001

Text-Bildband: Norwegen, Herder, Freiburg 1992 (Photograph Erich
Spiegelhalter)

Sachbücher: 75 Jahre Leichtathletik-Bezirk Oberrhein 1923-1998, Berichte,
Bestenlisten, Biographien, Drey-Verlag, Gutach 1998 (zusammen mit Clemens
Fabrizio); 80 Jahre Leichtathletik-Bezirk Oberrhein 1923-2003, Hrsg. LA-Bezirk
Oberrhein 2003 (zus. mit C. Fabrizio u. Raimund Huber)

Theaterstücke: Erlkönig – Der König von Erl. Uraufführung 14.10.1995,
Gymnasium Schopfheim, Regie Wolfgang Dreiser; Rotteck-Ring, 9.7.1999,
Stadttheater Freiburg, Regie Udo Feger; Verena Enderlin, 8.7.2001, Klausenhof
Herrischried, Regie Günther Weber, Salpetererhans, 10.7.2004, Herrischried,
Regie Günther Weber; D Bluetschuld vo Laufeburg, 20.10.2007, Laufenburg/

D, Regie Egon Gerteis; Erna Döbele – Mut der Verzweiflung, 19.7.2009,
Herrischried, Regie Günther Weber; Hintrem Mond, 07.07.2012, Herrischried,
Regie Sabrina Langenbach

Hörspiel: Hecker-Rotteck oder Revolution contra Evolution, SWR Freiburg 2002

CD: Ikarus – ein alemannischer Zyklus, Vertonungen von Gedichten durch Uli
Führe, www.fuehre.de, Buchenbach 2006; 3CDs: splitter spiegel sprooch,
Alemannische Gedichte mit Musik von Uli Führe, Drey-Verlag Gutach, 2010

Über den Autor: In Gerhard Kaiser: Geschichte der deutschen Lyrik von Heine
bis zur Gegenwart, Suhrkamp, Frankfurt 1991; in Geroldseckerland, Jahrbuch
einer Landschaft, 35/1993 (Andreas Mannschott); in REGIO-MAGAZIN 7/1996
(Reinhard Valenta); in Badische Heimat 4/2000 (Uli Führe); in “Heimat am
Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 2006″ (Reinhard Valenta)

In der Lyrik geht es M.M.Jung vor allem darum, das eigene und eigen-artige
Sprachinstrument Mund-Art in einer zeitgemäßen Weise zum Klingen zu bringen.
In der Prosa gelingt es dem Autor, durch kaum merkliche Überzeichnung
des Alltags menschliche Unzulänglichkeiten bloßzustellen, eingefahrene
Lebensgewohnheiten in Frage zu stellen.