Federeliicht im Skimuseum – Markus Manfred Jung und Uli Führe sorgen für ein besonderes Hörerlebnis.

Geschrieben: 21. September 2017 | Autor: | Kategorisiert unter: Presse | Keine Kommentare »

Quelle: Badische Zeitung, veröffentlichung mit Genehmigung des Autorin Helle Trede

Federeliicht im Skimuseum

Markus Manfred Jung und Uli Führe sorgen für ein besonderes Hörerlebnis.

HINTERZARTEN. Es gibt noch Schätze im Schwarzwald, man muss sie nur finden. Der Leiter des Schwarzwälder Skimuseums, Alfred Faller, hieß ein volles Haus willkommen, um zwei regionale Künstler von höchster Qualität und Sensibilität vorzustellen. Uli Führe, Musiker, Hochschullehrer und Dichter, und Markus Manfred Jung, bekannter Mundartdichter, Lehrer am Gymi z’ Schopfe und Sprecher dieses einmaligen Dialekts.

Was würde besser in dieses 300 Jahre alte Haus passen! Wie viel von dieser schönen Sprache schläft noch zwischen den alten Balken und wird hervorgezaubert; beispielsweise im Gedicht von Markus Manfred Jung, das dem Abend den Titel verlieh, und vertont von Uli Führe:

Federeliicht
au mi
hät er verführt
de wind
dä wolketrieber
wo federeliicht fingerlet
im fine hoor
vo dir

Führe entlockt der Mandoline den Wind wie Harfentöne und entfaltet sogleich seine Stimme im kraftvollen Zupacken bis hin zu den feinen Fäden.

Führes Vertonungen leben fernab unserer Hörgewohnheiten; und er entfaltet mit seinem Instrumentarium: E-Bass, Gambe, Mandoline, Gitarre, seiner Stimme und der Looperstation wahre Feuerwerke; technisch hochgerüstet ist seine Ausstattung, die sich das alte Haus gefallen lassen muss, und die sich einfügt in jede Zeit. Führe gibt einen Teil seiner Kompositionen in den Looper, singt und speist auch den Gesang in die Station, lässt die Mischung zu sich zurückkommen, so, als fordere sie ihn heraus – tut sie ja auch – es ist ein Gespräch – Führe redet mit dem Looper – es scheint so, als erschrecke er manchmal vor dem, was ihm da entgegenkommt, aber problemlos sind seine Antworten. Und der Kommentar des Freundes Markus Manfred Jung: “So, des isch jetzt de Uli Führe Chor gsi”. Es trügt nicht der Eindruck, als entstünden die Lieder gerade jetzt, hier, im Museum.
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Markus Manfred Jung steht lächelnd daneben: “Wir treffen uns ja vorher und legen fest, was wir machen wollen, aber oft kommt dann was ganz anderes heraus – das macht den Abend spannend, und so haben Sie gerade eine Uraufführung gehört”. Wovon es an diesem Abend noch mehr geben wird. Die beiden Künstler sind perfekt aufeinander eingespielt.

In unruhigen Zeiten wie diesen, ist es wohltuend auf die Wurzeln einzelner Wörter hingeführt zu werden. Markus Manfred Jung tut das mehrfach – man hat das Gefühl, er wohnt geradezu in seinem Wiesentäler Dialekt. Dann sagt er: “Mängmol kaie eim do d’ Wörter so zue, man muss sie nur auflesen.”

Wenn Jung zum Beispiel eines seiner Gedichte ins Hochdeutsche übersetzt, merkt man den Unterschied – es fehlt etwas. Es ist wie ohne Wurzeln sein – während das Wiesentäler Alemannisch einen beheimatet. Dazu sagt Jung, dass die Menschen und die Räume sehr wichtig seien. Erst dann können sie zur “Hochform” auflaufen, und es sei ein Glück gewesen, dass sie einander entdeckt hätten:

“I bin ins glück
gheit
glücksfall
zuefällig halt
hebschs uf un
hebe mer is
hebts”

Die gegenseitige Wertschätzung ist allenthalben zu spüren.

Im zweiten Teil des Abends wird es persönlich. Wenn etwa Führe seinem Sohn ein Lied widmet, Diesem “trotz allem wunderbaren Mann” oder seine Tochter ihm Tipps zur Partnerwahl erteilt, oder wenn er die ” Sekte mit den gesenkten Köpfen” beschreibt und mit dem Handy eines Besuchers demonstriert, wie Menschen im Zeitalter der Handys “wandern durch Häuser und Straßen / sind in Trance / keine Chance”

Und wieder springt Führe ein Wort aus Jungs Gedicht in den Mund und entwickelt einen ganz eigenen Gesang über lange Strecken: “z’spot” zum Beispiel. Da gibt es kein Halten mehr. Oder beim Wort “Strandhafertanz”. Das Publikum ist inzwischen elektrisiert und singt mit. Was mag da noch kommen, fragt man sich.

Ein Abend, tiefsinnig, Heiter, bewegend und unterhaltend. Jeder, da darf man sich sicher sein, hat alles verstanden und kann das jetzt mit sich herumtragen und weitersagen. Was für ein Glück, denkt man, dass wir so einen ” Schatz” bei uns finden können.


29. Internationale Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt vom 07. bis 09. April 2017

Geschrieben: 17. Februar 2017 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

29. Internationale Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt vom 07. bis 09. April 2017

Thema: Wo beginnst du – Heimat – wo endest du?

Die Teilnehmer: Dr. Hans Dieter Meiringer aus Linz, Österreich, mit Oberösterreichisch, Angelika Polak-Pollhammer aus Imst, Österreich, mit Tirolerisch, Barbara Stern aus dem Elsass in Frankreich, die Tochter von Sylvie Reff-Stern, die bei der 1. Mund-Art Literatur-Werkstatt vor 27 Jahren zu Gast gewesen war, Hans Jürg Zingg, Schweiz, mit Bäärndütsch und der portugiesisch-alemannische Liedermacher Marco Pereira aus Wolfach mit Alemannisch, dazu Markus Manfred Jung als Autor und Organisator. Als Moderator fungiert Volker Habermaier, Schwabe von Herkunft.

Öffentliche Lesungen:

07.04.2017, 20h00, „Stapflehus“, Altweil, Weil am Rhein

08.04.2017, 20h00, „Sankt Agathen“, Schopfheim-Fahrnau

09.04.2017, 11h00, „Allgemeine Lesegesellschaft“, Münsterplatz, Basel/CH2


[fällt aus] Freilichtspiel: “Walther von Klingen” von Markus Manfred Jung

Geschrieben: 16. Februar 2017 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Freilichtspiele Wehr auf dem Schlössle, Wehr, Südbaden

Regie: Annette Hufschmidt

Aufführungstermine: Sa.: 24.06.2017 (19h00), So.: 25.06.2017 (18h00)
Fr. u. Sa.: 30.06. und 01.07. 2017 (19h00), So.: 02.07.2017 (18h00)
Fr., Sa., So.: 07., 08., 09.07. wie oben
Ausweichwochenende bei schlechter Witterung: 14.-16.07.2017


Pressestimme: Charmanter Kinder-Klassiker – jetzt in Alemannisch — Die Oberbadische

Geschrieben: 9. Mai 2016 | Autor: | Kategorisiert unter: Presse | Keine Kommentare »

Pressestimme: Charmanter Kinder-Klassiker – jetzt in Alemannisch — Die Oberbadische, 07.05.2016

Die Oberbadische

Von Gabriele Hauger / Übernhame it Genehmigung.

Regio. Es gibt Kinderbilderbücher, die überstehen jegliche Mode- und Stilrichtungen und haben offensichtlich einen solchen Reiz, dass sie über Generationen hinweg ihre jungen Leser faszinieren. Neben der bekannten „Häschenschule“, dem „Struwelpeter“ oder „Max und Moritz“ gehört auch Sibylle von Olfers’ heiter-naives Werk „Etwas von den Wurzelkindern“ zu diesen Klassikern. Die Verse, die die Natur in vermenschlichter Gestalt zeigen, mit herzigen und nostalgisch anmutenden Bildern der 1881 geborenen Autorin ergänzt, wurden nun vom Autor und Übersetzer Markus Manfred Jung ins Alemannische übertragen. Titel: „Öbbis vo de Wurzlechinder“. Die Autorin des Kinderbuchs Sibylle von Olfers wurde auf Schloss Metgethen in Ostpreußen geboren, wie man dem Nachwort der neuen Ausgabe von Walter Sauer entnehmen kann. Sie zog mit 17 Jahren zu ihrer Tante nach Berlin, die früh ihre zeichnerische Begabung erkannt und gefördert hatte. Sibylle war ein frommes Mädchen und trat mit 24 Jahren in den Orden der Schwestern von der Heiligen Elisabeth ein, der sie 1905 als Schulschwester nach Lübeck schickte. Sicherlich war dies eine Initialzündung für sie, erstmals ein Kinderbuch herauszugeben: „Was Marilenchen erlebte“. Darin erfährt ein kleines Mädchen auf poetische Weise vom Reich der Schneeflockenkinder. Es erschien 1905, und mit ihm erreichte Sibylle von Olfers bereits einen beachtlichen Erfolg. Es folgten acht weitere Bücher, die sie selbst schrieb und illustrierte, darunter die Wurzelkinder (1906) mit ihrer Stimmung der Geborgenheit. Darin schildert sie Geschichten der in der mütterlichen Erde lebenden fleißigen Wurzelkinder, die sich spielerisch entwickeln, kleine Abenteuer in schöner Natur erleben und am Ende wieder freudig zur Mutter Erde zurückkehren. Mit nur 34 Jahren verstarb Sibylle von Olfers. 100 Jahre ist das nun her, ein Datum, das auch als Anlass verstanden werden kann, die Sprache und zeichnerische Qualität der Autorin durch eine Neuauflage zu würdigen – diesmal eben in Alemannisch. Es ist die erste Dialekt-Version des Kinderbuchs. Als Vorlage diente ein Exemplar, das noch die originalen Jugendstil-Illustrationen aufweist. Mit großer sprachlicher Sensibilität hat sich Markus Manfred Jung an die Dialekt-Übertragung des Textes gemacht und als Verständnishilfe ein Glossar angehängt, das mit Übersetzungshilfen wie „Chaib“ (Lausejunge), „Mattebördli“ (Wiesenrain) oder „Pfuus“ (Schlaf) weiterhilft. Wie Jung in seinem Nachwort verrät, war ihm die Herausforderung durchaus bewusst, diese „bildmächtige Allegorie“ vom Hochdeutschen so ins Alemannische zu übertragen, dass nichts verfälscht, die Originalität nicht beeinträchtigt wird. Ein paar Freiheiten hat er sich erlaubt. So ermöglicht der Dialekt mit seiner Endverschleifung von Wörtern (ich gehe – i gang) beispeilsweise Verkürzungen, so dass Jung mehr Gehalt in manche Verse legen konnte. Außerdem setzte er inhaltlich einige neue Schwerpunkte – inspiriert von den Bildern. In jedem Fall regt die neue Ausgabe dazu an, sich den herzerwärmend emsigen Wurzelkindern – auch als Erwachsener – erneut zu widmen, vielleicht sogar parallel Original- und Dialektversion zu lesen. Dabei wird die schön gestaltete Neuausgabe mit ihrem sprachlichen Charme überzeugen.n  „Öbbis vo de Wurzlechinder, Sibylle von Olfers, Ins Alemannische übretrait von Markus Manfred Jung, Edition Tintenfass, 2016, ISBN 978-3-946190-13-4


Mit dem Dialekt näher dran an den Menschen- Sechs Autorinnen und Autoren aus vier Ländern beteiligten an der 28. Ausgabe der internationalen Schopfheimer Mund-Art-Literaturwerkstatt zum Thema Flucht

Geschrieben: 1. April 2016 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

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Beim Klettern ist es wie beim Schreiben, sagt die österreichische Lyrikerin Birgit Rietzler, die in ihrer Freizeit gerne klettert: Jeder Schritt und jedes Wort muss genau überlegt sein. Dieser sorgsame Umgang mit der Sprache gilt auch und besonders für das Schreiben in Mundart, wie sich bei der 28. Ausgabe der Internationalen Schopfheimer Mund-Art-Literaturwerkstatt wieder einmal zeigte.

Sechs Autorinnen und Autoren aus vier Ländern machten sich Gedanken über das Werkstattthema: Sprache – Fluchtpunkt – Sprache. Ist das Dichten in Mundart eine Flucht vor der gängigen Schriftsprache? Und wie setzen sich Mundartautoren mit dem Thema Flucht auseinander? Beides klang bei der Lesung in St. Agathe in Schopfheim an, die Moderator Volker Habermaier mit weit reichenden Gedanken über die aktuellen Kriege, die Flüchtlingsschicksale, die Meinungslage in Deutschland zwischen “Wir schaffen das!” und “Grenzen zu!” eröffnete. Die von Habermaier wunderbar persönlich vorgestellten Autorinnen und Autoren machten mit ihren Gedichten und Prosatexten deutlich, dass sich im Dialekt genauso gut über das Leben und die drängenden Themen der Zeit schreiben lässt wie in der Hochsprache, ja sogar individueller, weil näher dran am Menschen.

Birgit Rietzler las ihren Beitrag “Saida und i”, feinfühlige Geschichte über den Besuch bei einer Asylantin, die Deutsch lernen will in einem Dorf, in dem sich die Leute das Maul über Ausländer zerreißen. Max Faistauer, der “Doyen der Salzburger Mundartliteratur”, hat in seinem Text die Sprachen, mit denen ein syrischer Flüchtling auf seiner langen Flucht bis nach Salzburg konfrontiert wird, collageartig verwoben: Grußformeln, kurze Sätze in Arabisch, Türkisch, Griechisch, Serbokroatisch, Österreichisch. Heiko Gauert aus der Nähe von Eckernförde erzählt in seiner in Plattdeutsch verfassten Geschichte “Tweireten” (Zerrissen) von einem Mann, der durch eine Fassbombe aus seiner Heimat vertrieben wird, und auf der Flucht Stimmen hört, die er nur als Summen wahrnimmt. Eindringliche Texte über Menschen auf der Flucht.

Für die Zuhörer war es spannend, sich auf die verschiedenen Sprachfelder zu begeben, sich ungewohnte Dialekte wie plattdeutsch oder pinzgauerisch über den Sprachklang zu erschließen. “Ihr Beifall bestätigt mir, dass die meisten das Meiste verstanden haben”, sagte Max Faistauer nach seinem Text “An Grabn grabn”, in dem er beschreibt, wie die alltäglichen Probleme die globalen glatt verdrängen. Der Österreicher beeindruckt auch mit Kehlkopfakrobatik und knappen Gedichten, in denen er das Leben in all seinen Facetten hochkonzentriert erfasst. So wie in dem Titelgedicht aus dem Band “Oiss gsagg”: “Nix gredt und doh oiss gsagg”. Heiko Gauert, sein Kollege aus dem Norden, hatte die Kurzgeschichte “Dat segg ik ok al jümmers” (Ich sag das auch immer) aus dem NDR-Wettbewerb “Erzähl doch mal” im Manuskriptgepäck. Darin geht es um eine Frau, die mit einer anderen Frau ein Problem besprechen möchte, aber nicht zu Wort kommt.

Vertraut für hiesige Ohren klang das Baseldütsch der Liedermacherin, Sängerin und Poetin Jacqueline Schlegel. Ihre Chansons haben Kraft, Trotz und Verve und eine wunderbare Mischung aus Humor und Ernst. So sang sie mit leidenschaftlicher Stimme ein Minnelied aus Sicht der Frau von heute und nahm in ihrem “Crashkurs in Selbstmitleid” Schwärmerei, Sehnsucht und Liebeskummer von der witzig-selbstironischen Seite. Mitreißend singt sie von der Sehnsucht nach fremden Ländern, Gerüchen und Welten. Ihr Lied über eine Fahrradfahrt durch einen nächtlichen Wald steigert sich zu atemloser Dramatik.

In menschliche Abgründe ließ der elsässische Gast Pierre Kretz blicken, der Auszüge aus seinem Buch “Ich ben a beesi Frau” las. In diesem Prosa-Monolog einer bösen Frau offenbart sich erst nach und nach, warum die Ich-Erzählerin so hart und feindselig geworden ist und das Grab ihres Mannes verwildern lässt. Der Straßburger Autor, der auch Romane und Theaterstücke schreibt, packt die Zuhörer mit den Geständnissen einer Frau, deren Herz “schon lange leer ist”.

Werkstattleiter Markus Manfred Jung nahm sich sensibler Themen wie Asyl, Flucht, Verantwortung, Älterwerden und Vergänglichkeit an und machte hörbar, wie komprimiert, komplex und sprachlich ausgefeilt er diese Gedanken über Leben und Tod in alemannischer Mundartlyrik reflektiert. In “S’Lebe” vergleicht er das Leben mit einem Kartenspiel: “Gege de Tod chasch nit gwinne”.

 

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mit frdl Genehmigung der BZ.


Mundart im Stapflehus – Der Auftakt zur Mund-Art-Literatur-Werkstatt findet zum 28. Mal in Weil am Rhein statt.

Geschrieben: | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Mundart im Stapflehus

Der Auftakt zur Mund-Art-Literatur-Werkstatt

WEIL AM RHEIN (BZ). Schon zum 28. Mal treffen sich die Freunde literarischer Mundartdichtung in der Region. Die “Internationale Mund-Art-Literatur-Werkstatt” findet vom 18. bis 20. März wieder im gewohnten Rahmen statt. Erste öffentliche Lesung ist auf Einladung des Weiler Kulturamtes schon traditionell am Freitag, 18. März, um 20 Uhr im Stapflehus in Altweil.

Nach der Werkstattarbeit in der Stadtbibliothek in Schopfheim am Samstag zum Thema “Sprache, Fluchtpunkt, Sprache” und dem Empfang beim Bürgermeister ist abends um 20 Uhr ein weiterer Auftritt in der Kirche Sankt Agathen, Schopfheim-Fahrnau. Ebenso treten die Autorinnen und Autoren wieder am Sonntag, 20. März, um 11 Uhr in der Bibliothek der “Allgemeinen Lesegesellschaft Basel”, direkt neben dem Münster, auf. Es wird eine äußerst spannende Mischung von Dialekten zu hören sein, wenn zum Beispiel Heiko Gauert aus St. Peter Ording mit seinem nordniedersächsischen Plattdüütsch auf die junge Basler Liedermacherin Jacqueline Schlegel oder den aus den Vogesen stammenden Elsässer Pierre Kretz trifft. Sein “Mittelalemannisch” im Vergleich zum Vorarlberger Alemannisch von Birgit Rietzler aus dem Bregenzerwald oder dem Wiesentäler Alemannisch von Markus Manfred Jung zu erleben, ist genauso spannend wie die lyrischen Dichtungen von Max Faistauer aus dem Salzburgerland. Der Eintritt im Altweiler Stapflehus ist frei.

Jacqueline Schlegel ist Liedermacherin, Sängerin, Poetin. Ihr Talent wurde ihr in die Wiege gelegt: Die Mutter ist Appenzellerin, die nicht nur singen, sondern tatsächlich auch Jodeln konnte. Temperament, Stimme und Singfreude kommen wohl von dieser Seite. Auf der Vater-Seite waren der Urgroßvater Poet, Komponist und Hotelier, der Großvater Kontrabassist und Musikkabarettist. Jacqueline Schlegel erkundet die Welt der Musik seit Kindheitstagen, hat an der Musikhochschule Luzern studiert, ist Mitglied der Akademie für Liedpoesie und Musik “Sago”, hat diverse Projekte in den Bereichen Chanson, Worldmusic, vor allem jiddisch und irisch, und Erzähltheater mitgestaltet und viele Lieder, Gedichte und Geschichten geschrieben.

Ihre aktuellen Programme umfassen magische Reisen durchs Hexenjahr mit Liedern, Legenden und Geschichten, Mundartchansons, Gedichte und Lieder zur stillen Nacht, süß-scharfe Liebesgeschichten und Lieder mit dem Erzähltheater Salaam.

Markus Manfred Jung, geboren 1954 in Zell im Wiesental, aufgewachsen in Lörrach, studierte Germanistik, Skandinavistik, Philosophie und Sport. Er schreibt Prosa, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiele in Hochdeutsch und alemannischer Mundart. Er begründete 1989 mit Thomas Burth die “Internationale Schopfheimer Mund-Art-Literatur-Werkstatt”.

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Text mit frdl. Genehmiggung der BZ


28. Internationale Schopfheimer Mund-Art Literaturwerkstatt

Geschrieben: 17. Februar 2016 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »
vom 18. – 20. 03. 2016
Öffentliche Lesungen:
- 18. 03. Weil am Rhein, Stapflehus, Altweil, 20h00
- 19.03. Schopfheim, St. Agathe, Schopfheim-Fahrnau, 20h00
- 20.03. Basel, Allgemeine Lesegesellschaft, Münsterplatz, 11h00
Die Teilnehmer:
Max Faistauer aus St. Martin bei Lofer, Österreich, mit Pinzgauerisch,
Heiko Gauert mit nordniedersächsischem Plattdüütsch aus Damp,
der Elsässer Pierre Kretz, aus St. Marie aux Mines in den Vogesen stammend, wohnhaft in Straßburg, Frankreich,
die Basler Liedermacherin Jacqueline Schlegel, wohnhaft in Zürich, Schweiz,
Birgit Rietzler mit Vorarlberger Alemannisch aus Au, Österreich,
dazu ich, Markus Manfred Jung. Als Moderator begleitet uns
mein Freund und Kollege Volker Habermaier, Schwabe von Herkunft.
Also international, wie gewohnt.
Werkstatt und Lesung am
23.03.2016 in der Gerhard-Jung-Schule, Zell im Wiesental

Termine: September bis November 2015

Geschrieben: 14. September 2015 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »
  • 19.09.15, 20h00, “Krone” Tegernau, Kleines Wiesental: Roland Hofmaier-Gedenkabend mit verschiedenen Liedermachern
  • 22.09.15, 19h30, Textilmuseum, Zell im Wiesental: Tagung Biosphärengebiet Schwarzwald, Jahrestagung des MAB-Nationalkomitees
  • 11.10.15, 11h15, Rathaus Schönau: Lesung
  • 16.-18.10.15, Niedernsill/Salzburg, Österreich, Tagung des IDI (Internationales Dialekt Institut)
  • 20.10.15, 15h00, Seniorenanlage am Karl-Herbster-Platz: Lesung Max&Moritz
  • 21.10.15, 19h30, Stadtbibliothek Kandern: “fedreliicht”, Vorstellung der neuen CD mit Uli Führe (Komponist, Musiker)
  • 22.10.15, 19h00, Sparkasse Schopfheim: Lesung mit Liselotte Hamm u. Jean-Marie Hummel, elsässische Liedermacher (F), Max Huwyler (CH), Nicole-Keilbach-Schmittel (D)
  • 07.11.15, 17h00, Gasthaus Danner, Rheinfelden, Jubiläum Leseverein Riedmatt
  • 07.11.15, 20h00, Kulturzentrum Nelli Nashorn, Lörrach, Tumringerstraße: Benefizveranstaltung mit namhaften Musikern, Kabarettisten…

Volker Habermaier: Laudatio auf den Träger der Johann-Peter-Hebel-Gedenkplakette 2013 der Gemeinde Hausen im Wiesental, Markus Manfred Jung

Geschrieben: 8. Juni 2015 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Lieber Markus Manfred Jung,

liebe Familie Jung,

sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Festgäste,

wenn er heute abend nicht unter uns wäre, wenn man ihn denn suchen müsste, wo fände man ihn wohl: den Hebel-Plakettenträger 2013, Markus Manfred Jung?

Vielleicht träfe man ihn zuhause an, im Kleinen Wiesental, weit oben, in Hohenegg, im alten Haus. Er hätte dann den schönen Tag genützt, um in seine geliebten Wälder zu gehen, zu sehen, wie alles grünt und blüht, zu beobachten, was alles kreucht und fleucht. Er hätte wohl sein kleines Notizbuch dabei gehabt und ab und zu einige Beobachtungen und Gedanken notiert – Keimzelle künftiger Gedichte.

Vielleicht säße er in seiner Bibliothek und läse in einem Band, mit Gedichten oder Geschichten Johann Peter Hebels beispielsweise. Denn nur wiederholte Lektüre, so sagt er, erschließt die Schönheit und Vielschichtigkeit seines Werks. Oder er läse Peter Huchel, den großen Lyriker des 20. Jahrhunderts, den er auch in seinen Gedichten zu Wort kommen lässt.

Vielleicht hätten Bettina, seine Frau, und er Besuch. Gäste sind immer willkommen. Wenn dir die Türe offen ist: einfach eintreten und da sein.

Oder er hätte eine seiner mittlerweile über 700 Lesungen zu bestreiten; gut vorbereitet und rechtzeitig wäre er am Ort des Geschehens eingetroffen. Er hätte sich akribisch vorbereitet, seine Notizen studiert, was er denn wo gelesen hat. Seine Zuhörer sind ihm so wert, dass er ihnen keine Wiederholungen bieten will.

Oder – oder – oder …

Nun aber ist er hier und muss sich gefallen lassen, dass ich sein Loblied singe – schließlich habe ich eine Laudatio zu halten. Glücklicherweise weiß er, dass das, was ich sage, nicht nur dem Anlass geschuldet ist.

Markus Manfred Jung wurde 1954 in Zell im Wiesental geboren. Sein Vater, der unvergessene Gerhard Jung, hat ihn schon in jungen Jahren ans Dichten herangeführt. Ein solcher Vater, Hebel-Plakettenträger von 1973 und Hebel-Preisträger von 1974, hätte den Sohn erdrücken können. Gewiss! Wer aber Gerhard Jung hat kennenlernen können, der weiß, wie uneigennützig dieser junge Talente gefördert hat. So eben auch den Sohn.

Am Anfang standen Versuche in hochdeutscher Sprache, bislang unveröffentlicht. Vielleicht können unsere Nachfahren sie in fünfzig Jahren in einer Gesamtausgabe lesen. Dann aber war 1975 der Wettbewerb „Junge Mundart“ der Muettersproch-Gsellschaft und des Regierungspräsidiums Freiburg ausgeschrieben. Der Zwanzigjährige beteiligte sich und gewann auf Anhieb einen Ersten Preis.

Auf diesen Preis folgten zahlreiche weitere. Ich nenne nur wenige, die herausragen: zunächst den Hebeldank 2009 des Hebelbundes, hier natürlich als Erstes.

Dann einen Preis beim Internationalen Lyrikwettbewerb Meran 1998 oder den Lucian-Blaga-Preis für Poesie 2001 im rumänischen Klausenburg. Ich nenne diese beiden Auszeichnungen, weil sich da Jungs Gedichte in einer hochsprachlichen Umgebung zu behaupten wussten. Mundart-Literatur muss nämlich aus ihrer Nische heraustreten; sie ist einfach Literatur, gute oder schlechte – wie die hochsprachliche Literatur auch. Punkt.

Und ich nenne unter den Ehrungen den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik, den er 2007 gemeinsam mit Uli Führe, dem kongenialen Komponisten, für ihre erste gemeinsame CD „Ikarus“ in Berlin entgegennehmen konnte.

Bis heute hat Markus Manfred Jung acht Gedichtbände veröffentlicht, einen in italienischer, einen in rumänischer Übersetzung. Jung publiziert außerdem regelmäßig – meist in der Badischen Zeitung – kurze Prosatexte, wörtlich verstandene Glossen, also Anmerkungen zu Gegenwart und Vergangenheit des „Dreyecklandes“. Wiederabgedruckt sind sie in mittlerweile drei Prosabänden.

Seit Jahren tritt Jung als Theaterautor in die Fußstapfen seines Vaters: Auch er schreibt – häufig für Laienschauspieler – Stücke über eine andere Geschichte unseres Landes, einer Geschichte von unten. Zum 150. Jubiläum der Badischen Revolution wurde sein Stück über den Liberalen Carl von Rotteck und den Revolutionär Friedrich Hecker im Freiburger Theater uraufgeführt.

Wie den Dichter Markus Manfred Jung rühmen, ohne Sie, verehrte Zuhörer, in ein germanistisches Seminar zu entführen? Vielleicht ganz kurz und so: Jung geht häufig aus von kurzen, verknappten Beobachtungen aus der Natur oder von Erinnerungen an Gelesenes, Erfahrenes. Diese formuliert er in der Mundart. Dabei hebt er sie auf eine zweite oder dritte Ebene.

Seine Texte setzt er gegen die Sprachvermüllung von heute. Er setzt auf die Kraft des Wortes. Dieses, besonders das in der Mundart, hat seinen ganz eigenen Klang. Dem horcht er nach, dem spürt er nach. Also: das Wort gegen die Wörter.

Doch nicht nur der Dichter Markus Manfred Jung wird heute mit der Hebel-Plakette geehrt. Wie bei Hebel selbst auch, dem Dichter, Kirchenmann und Lehrer, so geht auch Jungs Wirkungskreis weit über das Schreiben hinaus.

Da ist die Internationale Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt, die er vor einem Vierteljahrhundert mit Thomas Burth gegründet und seither geleitet hat. Das Jubiläum haben wir vor wenigen Wochen erst mit einem großen Lesefest gefeiert. Wie sonst?

In Jungs Unterricht am Schopfheimer Gymnasium haben Johann Peter Hebel, hat die Mundart-Literatur ihren ganz selbstverständlichen Platz. Jung ist ein Meister des Gesprächs; sein Unterricht ist kein bloßes Ich-kluger-Lehrer-frage-du-dummer-Schüler-antwortest-Spiel. Er beherrscht die sokratische Kunst des Gesprächs: Wie eine Hebamme hilft er bei der Geburt der Gedanken derer, die vor ihm sitzen. Dies gelingt ihm, weil ihn in seinen Schülern die Menschen interessieren. Darin ist er Hebels Schüler, der gesagt hat: „Das hat Gott in die Herzen der Eltern gegeben, dass sie also ihre Kinder lieben und ihren Undank vergessen können. Nie will ich solche Liebe betrüben.“

Jung führt außerdem Lehrerfortbildungen durch und hat Unterrichtsvorschläge publiziert. Er hat das Programm „Mundart an der Schule“ aus der Taufe gehoben. Seit vielen Jahren führt er Lesungen in Schulen – nicht nur Gymnasien – durch. Viele Kinder lernen durch ihn, und er lernt vieles von ihnen.

Jung sitzt in verschiedenen Jurys für Mundart-Literatur. Seine hohen Maßstäbe von Literatur lassen ihn auch im Schreiben eines Anfängers das Gute, das Wertvolle erkennen.

Seit 2006 ist er Präsident des Internationalen Dialekt-Instituts. Dieses wurde 1976 gegründet – zu Zeiten des Aufbruchs der Neuen Mundartliteratur – und versteht sich als Dokumentations- und Forschungsstelle für „regionale Sprachen und Kulturen“. Sein Auftrag umfasst also viel mehr als nur das Sammeln von Dialektliteratur. Die Arbeit des IDI konserviert, gewiss, aber historisch-kritisch, emanzipatorisch. Jungs Präsidentschaft hat den IDI aus langjähriger Lethargie auf neue Höhen geführt.

Einen Preis habe ich noch nicht genannt: den Preis des Landes Baden-Württemberg für literarisch-ambitionierte Kleinverlage im Jahr 2006. Was das mit Jung zu tun hat? Ganz einfach: Markus Manfred Jung ist nicht nur Lehrer, Schulleitungsmitglied zudem, Autor und Organisator literarischer Veranstaltungen. Nein, er ist auch seit nahezu zwei Jahrzehnten mit Wendelinus Wurth und Franz Handschuh Leiter des Drey-Verlags, ohne den die Regio um Vieles ärmer wäre. Jung ist zugleich Lektor von mehr als drei Dutzend Büchern. Wer das Glück hatte, von ihm lektoriert zu werden, ist ihm dankbar für seine zwar anspruchsvolle, jedoch immer verständnisinnige Art, mit Menschen und mit Texten umzugehen.

Johann Peter Hebel klagte zuweilen, er komme vor lauter Arbeit nicht zu dem, was ihm am Wichtigsten sei. Auch Markus Manfred Jung muss die Zeit zum Schreiben oft den Tagespflichten abringen. Das tut zwar der Qualität seiner Texte gut, denn sie haben zwangsläufig Zeit zum Reifen. Aber manches Mal wünschten wir doch, die Zeit des Wartens, bis wieder ein neuer Jung erscheint, wäre kürzer.

Wer nie anfängt, der hört nie auf, und wem wenig auf einmal nicht genug ist, der erfährt nie, wie man nach und nach zu vielem kommt“, schrieb Hebel einmal. Weil Jung so vieles tut – wie Hebel es tat – und weil er es so bedacht, so menschenfreundlich tut – wie Hebel es tat -, deshalb verleiht ihm die Gemeinde Hausen heute ihre Hebel-Plakette.

Ich gratuliere der Gemeinde und ihren Gremien zu diesem Beschluss, und ich gratuliere dir, lieber Markus Manfred Jung, zu dieser Ehrung, die so sehr an der Zeit ist.


Mundartautoren aus vier Ländern bei Literaturwerkstatt

Geschrieben: 1. April 2015 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Mundartautoren aus vier Ländern

Literaturwerkstatt öffnet.

WEIL AM RHEIN (BZ). Zum 27. Mal treffen sich die Freunde literarischer Mundartdichtung auf Einladung des Schriftstellers Markus Manfred Jung zur “Internationalen Mundart-Literatur-Werkstatt” in Schopfheim und Weil am Rhein. Erste öffentliche Lesung ist am Freitag, 27. März, um 20 Uhr im Stapflehus in Altweil.

Folgende Autoren sind dabei:

Yves Bisch, geboren 1945 im elsässischen Habsheim, Lehrer und Schulleiter bis 2000 in Sierentz. Er ist Mitglied des Stadtrats von Sierentz, Vorstandsmitglied bei “Heimetsproch un Tradition” und Präsidiumsmitglied vom “Hebelbund Lörrach”. Er hat Märchen der Gebrüder Grimm, den Struwwelpeter oder Max und Moritz ins Elsässische geschmuggelt.

Pius Jauch, 1983 in Rottweil am Neckar geboren, reiste vom Polarkreis bis zum italienischen Stiefelabsatz, danach über Venedig nach Südtirol. Dort reifte sein erstes Konzertprogramm, das er 2008 vorstellte. Mit dem Album “Haggabutzagai” setzt er dem Dialekt seines Heimatdorfes ein Denkmal. Heute ist Pius Jauch für sein virtuoses Spiel mit Gitarre, Hochsprache und Dialekt bekannt.
Andreas Kohm, geboren 1966 in Karlsruhe, Diplomingenieur der Forstwissenschaft, hat auch einen Abschluss in Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Er lebt in Landau in der Pfalz, ist Lyriker, Literaturwissenschaftler und -kritiker. Für seine Gedichte in niederalemannischer, fränkischer Mundart erhielt er mehrfach den 1. Preis im Wettbewerb des Regierungsbezirks Karlsruhe.

Wolfgang Kühn, geboren 1965 in Baden, Österreich, lebt in Zöbing, Langenlois. Er hat 1999 das internationale Kulturenfestival “Literatur & Wein” begründet. Seit 2002 ist er unterwegs mit dem Projekt “Zur Wachauerin” und den CDs “Kalmuk” (2003), “Live @ Glatt & Verkehrt” (2006) und “in meina wöd” (2010).

Ruth Lewinsky, geboren 1944 in Zürich, Bühnenbildnerin und Illustratorin von Comic-Strips für eine deutsche Illustrierte. Auf ihren sprachlichen Entdeckungsreisen entstanden “Poetische Seufzer”, 2011 im Verlag “wörterseh” als Doppelwendebuch mit Ursula Hohlers “Aus dem Tal der Füchsin”.

Markus Manfred Jung, geboren 1954 in Zell, aufgewachsen in Lörrach, studierte Germanistik, Skandinavistik, Philosophie und Sport in Freiburg und Oslo. Er schreibt Prosa, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiele in Hochdeutsch und alemannischer Mundart. Er begründete 1989 mit Thomas Burth die “Internationale Schopheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt”.

Volker Habermaier, Studiendirektor am Schopfheimer Theodor-Heuss-Gymnasium, neugewählter Präsident des “Hebelbund Lörrach”, ist Moderator der Mund-Art Veranstaltungen.