Liebe Freundinnen und Freunde der alemannischen Mundart! Wir sechs Kolumnisten der Spalte „Lueginsland“ im Mantelteil der Badischen Zeitung, Ulrike Derndinger, Markus Manfred Jung, Beate Ruf, Friedel Scheer-Nahor, Martin Wangler und Wendelinus Wurth, wenden uns mit einem dringenden Aufruf und einer Bitte an Sie. Die Geschäftsleitung der BZ hat uns über die Redaktion mitteilen lassen, dass sie nach über 50 Jahren die alemannischen Dialektglossen aus finanziellen Gründen streichen wird, obwohl sie als „sehr schöne, lebensnahe und identitätsstiftende Texte“, wie es Dietmar Ostermann, Leiter Ressort Nachrichten/Politik und Newsdesk in der BZ bestätigt, zum Selbstverständnis von Südbaden als Teil der alemannisch geprägten Dreylandregion mit Elsass und Nordwestschweiz Wertvolles beigetragen haben. Nachdem wir unser Unverständnis dafür deutlich vorgetragen hatten, reagierten die Verantwortlichen mit dem Entgegenkommen, die Kolumne beizubehalten, aber nur noch mit einer Veröffentlichung pro Monat. Damit spart die BZ einen niedrigen vierstelligen Betrag im Jahr ein. Die Ankündigung dieser Neuerung stand unter der Samstagskolumne vom 27.06.2026. Wir informieren Sie, falls Ihnen etwas daran liegt, die bisherige Regelung beizubehalten, damit Sie einen Leserbrief mit Ihrem Wunsch an die BZ schicken können. Übrigens boten wir der Zeitung an, unsere Texte, selbst eingelesen und kostenfrei, jeweils zur Verwendung als Tondokument zur Verfügung zu stellen. (Entschuldigen Sie bitte, falls Sie diesen Aufruf vielleicht mehrfach erhalten, weil Sie im „alemannischen Verteiler“ bei mehreren von uns als Interessent verzeichnet sind. Un gern dürfe Si de Neuigkeit an Intressierti us Ihrem Bekanntechreis wiiterleite.) Und die zusätzliche Bitte folgt auf dem Fuß. Als die BZ 1997 schon einmal die damals noch 14-tägig erscheinende Kolumne aus Kostengründen abschaffen wollte, stand die alemannische Gemeinschaft zusammen und forderte auf einem ganzseitigen Inserat „Die Badische Zeitung muss badisch bleiben! – Mir wänn d alemannisch Spalte bhalte!“ Über 200 Persönlichkeiten und Gruppierungen gaben ihre Unterschrift dazu und viele davon beteiligten sich auch an den Kosten, sodass die fast 7000.- DM gemeinsam zusammengebracht wurden. Wenn Sie mit Namen beim Inserat mit dem Text: „Die Badische Zeitung muss badisch bleiben! – Mir wänn d Alemannisch- Spalte bhalte! – Un des jedi Wuche!“ dabei sein wollen, dann teilen Sie uns das bitte mit, und zwar an die Mailadresse markusmanfredjung@gmx.de Und wenn Sie bereit wären, 10, 20 oder mehr Euro zur Finanzierung der Anzeige beizutragen, dann vermelden Sie das bitte auch. Und falls Sie ein wichtiges, für die Sache relevantes Amt bekleiden, z.B. Bürgermeister, Landrätin, Präsidentin eines Vereins, Schriftsteller etc., dürfen Sie das gerne als Zusatz zum Namen nennen. Also, bitte, stöh mer zämme, setze mer uns gmeinsam ii für unsi Sprooch, Kultur un Tradition! Ufmüpfig un ehrlich, no battet s ämend! Ihri Uli Derndinger Markus Manfred Jung Beate Ruf Friedel Scheer-Nahor Martin Wangler Wendelinus Wurth
Vortrag und Kunstbetrachtung mit Bettina Eichin und Markus Manfred Jung Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Hebelbund Lörrach und Elsass-Freunde Basel
Am 25.08.2026 im Kreuzgang des Basler Münsters am Kunstwerk „Markttische“ von Bettina Eichin und im Café „Isaak“ gegenüber des Münsters, von 15h00 bis 17h00.
Der Schriftsteller Markus Manfred Jung aus dem Wiesental liest Johann Peter Hebels Weltgedicht „Die Vergänglichkeit“ in der alemannischen Originalsprache und erklärt und deutet es im Anschluss daran.
Die Künstlerin Bettina Eichin spricht über die Entstehung ihrer Skulptur „Markttische“ und deren Veränderung nach der Umweltkatastrophe von Schweizerhalle am Allerheiligen-Tag 1986, als sie einen der Tische Hebels Gedicht in seiner Gesamtheit widmete. Dabei geht sie auch auf die seltsamen Verwicklungen ein, die das Kunstwerk hervorrief und die Künstlerin erleben musste.
Nach ca. einer Stunde wechselt man in das renommierte Gasthaus „Isaak“ auf dem Münsterplatz, wo man sich bei Kaffee und Kuchen aussprechen und Näheres erfragen kann.
Unkostenbeitrag 20.- €/SFr (Kaffee und Kuchen inklusive) Anmeldung über markusmanfredjung@gmx.de
Im Magazin Kulturfenster erschien ein Artikel über die Dialekttagung auf Schloss Goldrain.
Der Artikel enthält auch ein Interview mit Markus Manfred Jung.
Vom 17. bis 19. Oktober 2025 wird Schloss Goldrain im Vinschgau zur Bühne der Sprachvielfalt: Das Internationale Dialektinstitut (IDI) lädt zu seinem Jahrestreffen, das heuer ganz im Zeichen der Dialektliteratur steht. Mitorganisiert wird das Jahrestreffen von der Arbeitsgemeinschaft MundArt im Heimatpflegeverband Südtirol.
Die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. im Haus des Buches in Leipzig gibt die „Lyrik-Post“ heraus, in der Nummer 21 von 2024 wird Markus Manfred Jung vorgestellt, bitteschön (und Danke):
Wie schon letztes Jahr spielen wir wieder Theater vor dem Klausenhof in Großherrischwand, dem ältesten Haus im Schwarzwald (600 Jahre) und freuen uns auf euch!