Kunst und Lesung im Kulturhaus Ried, Kleines Wiesental

Geschrieben: 5. Oktober 2018 | Autor: | Kategorisiert unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Zu einer Veranstaltung der besonderen Art lädt die AG Kulturhaus im Verein
„Brauchtum im Kleinen-Wiesental-Raich e.V.“ alle künstlerisch und literarisch
Interessierten der Umgebung ein:

Am Samstag, 13. Oktober um 18 Uhr ist im Kulturhaus Ried die Vernissage mit
Bildern von Bettina Bohn, Helga Geiger, Liesa Trefzer und – als Gast-Künstler – der
Kolumbianer Ricardo Pulido.
Anschließend, um 19.00 Uhr, findet die dritte Rieder Doppellesung statt, ebenfalls im
Kulturhaus auf dem Rieder Dorfplatz.

Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei, für Bewirtung ist gesorgt.
Die Lesereihe wird vom „Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg“
mitveranstaltet und unterstützt. Mit Heide Jahnke aus Kirchzarten und dem
einheimischen Markus Manfred Jung lesen wiederum zwei prominente Schriftsteller,
die es verstehen, ein Publikum mit Humor und Tiefgang zu unterhalten.
Heide Jahnke hat norddeutsche Wurzeln mit alemannischen Verästelungen. Sie
studierte Psychologie und hat erst spät zum literarischen Schreiben gefunden.
Beiträge in Zeitschriften und Anthologien führten zu einem Stipendium des
Förderkreises Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Zwei spannende
Romane erschienen im Drey-Verlag, „Lauf, Jäger, lauf“, 2007, der zum Teil sogar in
der Gegend spielt, und „Blitze von Ingwer und Minze“, 2009. Drei Gedichtbände gab
sie außerdem im Derk Janßen Verlag, Freiburg heraus, in den Jahren 2012, 2014
und 2016. Die letzte, spektakuläre und erfolgreiche Veröffentlichung ist der im Drey-
Verlag erschienene erotisch-kulinarische Gedichtband: „Die Sahne bebt, der Löffel
zuckt“, 2017. Ein neuer Gedichtband, mit dem Wald als zentrales Thema, ist im
Druck.

Markus Manfred Jung, geb. 1954 in Zell im Wiesental und aufgewachsen in
Lörrach, studierte in Freiburg und Oslo Germanistik, Skandinavistik, Philosophie und
Sport und war von 1985 bis 2018 Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium in
Schopfheim. Er schreibt Gedichte, Geschichten, Theaterstücke und Hörspiele in
alemannischer Mundart und auf Hochdeutsch. 1989 gründete er zusammen mit
Thomas Burth die Internationale Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt. Er ist
Lektor im Gutacher Drey-Verlag und seit 2006 Präsident des Internationalen
Dialektinstituts in Österreich (IDI). „verfranslet diini flügel“ heißt der zuletzt
erschienene Gedichtband, „gopaloni“ ein Band mit Geschichten und Glossen.
Danach erschien „Schluchten von Licht“, ein Gedicht-Bild-Band mit Bildern seiner
Frau, der Künstlerin Bettina Bohn. Unter vielen Auszeichnungen für sein Schaffen
ragen der Lyrikpreis von Meran, Italien, der Lucian-Blaga-Poesiepreis von Cluj,
Rumänien, und der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für die von Uli
Führe vertonten Gedichte „IKARUS“ hervor. Außerdem erhielt er in Lörrach den
Hebeldank und in Hausen die Hebelplakette. Als Übersetzer von bekannten
Kinderbüchern ins Alemannische zeigt er seine unbändige Sprachlust.


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